Ladetechnologie & Ladeinfrastruktur

Das erwartet Sie auf der ChargeTec Conference 2026

Am 28. und 29. April 2026 findet die 6. ChargeTec Conference statt. Sie fokussiert technische, regulatorische und operative Aspekte der Ladetechnologie und -infrastruktur und zeigt, was es für die nächste Phase der Elektromobilität braucht.

3 min
Statt einzelne Produkte und Prozesse aufs Podest zu stellen, betrachtet die Chargetec das Laden als ganzheitliche Systemaufgabe.

Was ist die ChargeTec Conference 2026 und warum ist sie relevant für die E-Mobilitätsbranche?

Die sechste Ausgabe der ChargeTec Conference findet am 28. und 29. April 2026 im SZ-Tower in München statt. Sie bringt Protagonisten von OEMs, Energieversorgern, Netzbetreibern, Anbietern von Ladetechnologie, Logistikunternehmen und politischen Institutionen zusammen. Gemeinsam adressieren die Experten und Entscheider eine der zentralen Herausforderungen der E-Mobilität: Wie lassen sich Ladesysteme zuverlässig, wirtschaftlich und segmentübergreifend skalieren?

Im Mittelpunkt stehen weder das einzelne Produkt noch der einzelne Prozess, sondern das Gesamtsystem: Lkw- und Flottenladen, Pkw-Laden, Netzintegration, bidirektionales Laden, stationäre Speicher, Interoperabilität und Preismodelle werden als miteinander verknüpfte Elemente eines dynamisch wachsenden Ökosystems diskutiert. Das Programm reflektiert den steigenden Druck auf die Infrastruktur – durch wachsende Leistungsanforderungen, vielfältigere Anwendungsfälle und verschärfte regulatorische Vorgaben in Europa.

Alle Key Facts zur ChargeTec Conference 2026

Was ist die ChargeTec 2026? Die ChargeTec Conference 2026 ist eine Fachkonferenz zu Ladetechnologie und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.

Wann findet die Veranstaltung statt? 28.–29. April 2026.

Wo findet die Veranstaltung statt? SZ-Tower, München.

Wer ist auf der ChargeTec 2026? Experten von OEMs, Energieversorgern, Netzbetreibern, Ladeinfrastruktur-Anbietern, Logistikunternehmen, Consultants, Politik und Forschung.

Warum gibt es die ChargeTec 2026? Um zu diskutieren, wie sich Ladeinfrastruktur zuverlässig, wirtschaftlich und segmentübergreifend skalieren lässt – angesichts steigender Leistungsanforderungen und regulatorischer Vorgaben.

Worum geht es konkret auf der Konferenz? Truck- und Flottenladen, Pkw-Laden, Netzintegration, bidirektionales Laden (V2G), stationäre Speicher, Interoperabilität, Tarifmodelle und regulatorische Rahmenbedingungen.

Für wen ist die ChargeTec 2026 relevant? Für Entscheider, Entwickler und Strategen aus Automobilindustrie, Energiebranche, Infrastrukturplanung, Logistik sowie Regulierungs- und Normungsumfeld.

Welches Ziel verfolgt die Veranstaltung? Systemische Lösungen für ein leistungsfähiges, wirtschaftliches und zukunftssicheres Ladeökosystem zu entwickeln.

Wie gelingt Ladeinfrastruktur vom Pkw bis zur Schwerlastflotte?

Gunnar Ohlin, Programme Director bei Lindholmen, gibt Einblicke in schwedische Projekte zur Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs und zum öffentlichen Laden für schwere Nutzfahrzeuge. Sein Beitrag zeigt, wie koordinierte nationale Rahmenbedingungen den Infrastrukturausbau im Fernverkehr beschleunigen können.

Aus OEM-Sicht erläutert Sven Steckhan, Senior Manager und Program Lead Charging bei MAN Truck & Bus, wie sich Ladelösungen in das Ökosystem gewerblicher Fahrzeuge integrieren lassen – von der Netzanbindung bis zum Fahrzeugbetrieb.

Fabio Sacchi, Head of Business Development EV Logistics bei DHL Customer Solutions and Innovation, betrachtet den Ausbau von Ladenetzen als logistische Herausforderung – eng verknüpft mit Flottenbetrieb und Routenplanung.

So könnte Flottenladen in der Praxis funktionieren 

Die betrieblichen Realitäten des Flottenladens stehen ebenfalls auf der Event-Agenda. Cagla Langkamp und Georg Ostermann, beide bei den Hamburger Energienetzen tätig, präsentieren Ladeprofile aus öffentlichem Nahverkehr, Flughafenflotten, Ride-Pooling und elektrischen Lkw. Ihre Analyse verbindet operative Daten mit praxisnahen Lösungen wie Reservierungssystemen, Asset-Sharing-Modellen und Direktversorgungsansätzen.

Oliver Adrian, COO & CRO bei Chargecloud, erläutert, was Ladeinfrastruktur „eTruck-ready“ macht – mit Blick auf Systemzuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Performance-Monitoring. Ergänzend zeigt Maximilian Zähringer, CEO von FRYTE Mobility, wie maßgeschneiderte Ladenetze auf Basis von Routen- und Flottendaten fragmentierte Assets in kooperative Ladeökosysteme überführen können.

Welche Rolle spielen Stromnetze, Smart Charging und Ladeökonomie?

Mit steigenden Ladeleistungen gewinnt die Interaktion mit dem Stromnetz an Bedeutung. Alexander Funke, Experte für Energiemärkte bei BMW, eröffnet die Diskussion mit einer Keynote zu Smart-Charging-Frameworks. Er zeigt, wie Ladeverhalten, Netzrestriktionen und Marktmechanismen aufeinander abgestimmt werden müssen.

Kontinuität: Johannes Pallasch stand auch 2025 schon auf der ChargeTec-Bühne in München.

Dr. Roman Höller, Domain Lead Resilience bei Westnetz, beleuchtet die Rolle digitalisierter und intelligenter Stromnetze für eine resiliente und bezahlbare Energiewende. Dr. Johanna Bronisch, Senior Consultant bei Neon Neue Energieökonomik, analysiert Netzentgelte sowie Tarifstrukturen und diskutiert deren Bedeutung für die Verbreitung von Smart- und bidirektionalem Laden.

Eine Podiumsdiskussion unter Leitung von Johannes Pallasch, Leiter und Sprecher des Nationalen Zentrums Ladeinfrastruktur, ergänzt diese Perspektiven gemeinsam mit Vertretern von E.ON Drive Deutschland, BDEW und Evolve Energy.

Von Adaptern über Wireless Charging bis zu batteriegestütztem Laden

Matthias Kübel, unabhängiger Berater und ehemals bei Volkswagen tätig, widmet sich in seinen Ausführungen DC-Ladeadaptern und beleuchtet technische sowie sicherheitsrelevante Herausforderungen und Standardisierungsbestrebungen in Europa und darüber hinaus. Erik Herkenrath, R&D Engineer Wireless Charging bei Porsche, diskutiert kabelloses Laden als möglichen Enabler der nächsten Mobilitätsgeneration. 

Sascha Koenig, Director Product Marketing Charging bei ADS-TEC Energy, stellt batteriegestützte Schnellladeinfrastruktur vor, die Netzbelastungen in skalierbare Assets transformieren soll – ohne umfangreichen Netzausbau. Joachim Damasky, CEO und Managing Director von Lion Smart, präsentiert immersionsgekühlte Batteriesysteme, die Ladeleistung und Effizienz bei Hochleistungsanwendungen und schweren Nutzfahrzeugen verbessern sollen.

Warum sind Interoperabilität, Regulierung und bidirektionales Laden entscheidend für die Zukunft?

Andreas Lauringer, CEO von Kontrol, analysiert ISO 15118-20, AFIR-Anforderungen sowie die Automatisierung regulatorischer Prozesse. Sein Beitrag zeigt, warum Interoperabilität und Compliance zentrale Voraussetzungen für zukunftsfähige Ladeinfrastruktur sind.

Leonhard Bartsch, Manager Energy System and Services bei Ford, stellt Ansätze zum bidirektionalen Laden vor. Marcel Brödel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität München, berichtet aus dem Projekt SPIRIT-E über praktische Erfahrungen mit V2G-Anwendungen in Logistikdepots für schwere Nutzfahrzeuge.

Neben den Fachvorträgen versteht sich die ChargeTec Conference 2026 als Plattform für branchenübergreifenden Austausch. Panels, Q&A-Sessions, verlängerte Networking-Pausen und ein Abendempfang fördern den Dialog.