Expertentalk

Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der Elektronik

Im Vorfeld der Silicon Saxony Days am 15.-17. Juni 2026 griff der Expertentalk vom 18. Mai 2026 zum Sustainability Gate die zentralen Nachhaltigkeitsfragen der Elektronikbranche auf. Drei fachliche Perspektiven zeigen, wie eng Strategie, Kreislaufwirtschaft und Entwicklung inzwischen miteinander verbunden sind.

Grüner Keimling wächst aus einem Mikrochip auf einer Leiterplatte, daneben Logo Silicon Saxony Days.
Das Sustainability Gate der Silicon Saxony Days beleuchtet umweltbewusste Elektronik entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Beim Expertentalk gibt es vorab schon ein paar Einblicke.

Zugriff auf die Aufzeichnung

... vom 18. Mai 2026.

Bitte melden Sie sich unten mit Ihrem Benutzerkonto an. Danach können Sie Ihre Anmeldung zum Webinar bestätigen.

Sie haben noch kein Benutzerkonto? Dann wählen Sie bitte „Ich habe noch kein Benutzerkonto“.

Klimaziele, Ressourcenknappheit und regulatorischer Druck setzen die Elektronikbranche zunehmend unter Handlungszwang. Damit wird Nachhaltigkeit zur strategischen Kernaufgabe für Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit dem Sustainability Gate schaffen die Fachzeitschriften productronic und elektronik industrie im Rahmen der Silicon Saxony Days erstmals eine eigene Plattform, die genau diese Transformation in den Fokus rückt. Hier treffen sich Expertinnen und Experten, um konkrete Strategien, Technologien und Best Practices für mehr Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu diskutieren.

Im Vorfeld der Silicon Saxony Days bietet der Thementalk bereits einen kompakten Vorgeschmack auf die Themen und Fragestellungen, die das Sustainability Gate prägen werden. Moderiert von all-electronics-Redakteurin Sabine Synkule bringt das Gespräch mit Andre Alcalde (Celus), Ole Gerkensmeyer (Nexperia) und Quentin Zapf (Prettl) drei komplementäre Perspektiven zusammen. Dadurch wird greifbar, wie strategische Klimaziele, zirkuläre Ansätze und nachhaltige Entwicklungsentscheidungen ineinandergreifen – und an welchen Stellen Unternehmen heute konkret ansetzen können.

Warum lohnt sich dieser Talk für mich?

  • Praxisnahe Impulse für mehr Nachhaltigkeit in der Elektronik – von Klimastrategie über Ressourceneffizienz bis Kreislaufwirtschaft.

  • Konkrete Ansätze zur Reduktion von E-Waste durch langlebigere, reparierbare und wiederverwendbare Elektronikprodukte.

  • Nachhaltigkeit bereits im Elektronikdesign mitdenken – und verstehen, wie frühe Entwicklungsentscheidungen ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen beeinflussen.

  • Expertenwissen aus der Branche mit Perspektiven von Celus, Nexperia und Prettl.

  • Ideal für Fach- und Führungskräfte aus Entwicklung, Fertigung, Einkauf und Management, die nachhaltige Elektronik strategisch und praktisch voranbringen möchten.

Was die Nachhaltigkeitsexperten zu sagen haben:
Von Klimastrategie über E-Waste bis zum Schaltplan

Drei Porträtfotos von Experten aus der Elektronikbranche mit Namens- und Funktionszeilen darunter.

Nachhaltigkeit in der Elektronik wird oft mit CO2-Bilanzen, Recycling und Regulierung verbunden. Der Thementalk „Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der Elektronik“ machte jedoch deutlich: Die wichtigsten Entscheidungen fallen deutlich früher: beim Design, bei der Bauteilauswahl, in der Fertigung und bei der Frage, ob Elektronik nach dem ersten Produktleben weiter genutzt werden kann.

Der Talk fand im Vorfeld des Sustainability Gate statt, das im Rahmen der Silicon Saxony Days 2026 vom 15. bis 17. Juni in Dresden veranstaltet wird. Zu Gast waren André Alcalde von Celus, Ole Gerkensmeyer von Nexperia und Quentin Zapf von Prettl. Moderiert wurde die Runde von Sabine Synkule.

Recycling ist nur der letzte Schritt

Ole Gerkensmeyer von Nexperia ordnete Recycling als letzten Ausweg ein. Denn Elektronikrecycling bedeutet häufig, dass Baugruppen zerstört, eingeschmolzen oder verbrannt werden, um einzelne Rohstoffe zurückzugewinnen. Der eigentliche Wert der Komponenten geht dabei verloren.

Stattdessen brauche die Branche mehr Wiederverwendung, Reparaturfähigkeit und Second-Life-Konzepte. Viele Geräte werden schließlich nicht entsorgt, weil sie defekt sind, sondern weil neue Funktionen gewünscht werden oder Produktzyklen enden. Entwickler sollten deshalb früher überlegen, wie Baugruppen später in anderen Anwendungen weiterverwendet werden können.

Nachhaltigkeit braucht Prozesse

Quentin Zapf von Prettl brachte die Perspektive eines Elektronikfertigers ein. Für ihn ist Nachhaltigkeit keine Aufgabe für eine Einzelperson, sondern muss in Einkauf, Produktion, Qualität, Gebäudemanagement, Kundenkommunikation und Lieferantenmanagement verankert werden.

Gerade mittelständische Unternehmen müssten konkrete Hebel identifizieren: Wo wird besonders viel Energie verbraucht? Welche Anlagen verursachen hohe Kosten? Welche Investitionen verbessern Ökologie und Wirtschaftlichkeit zugleich? Nachhaltigkeit wird damit auch zu einem Instrument, um Prozesse effizienter und Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen.

Warum der Schaltplan entscheidend ist

André Alcalde von Celus setzte noch früher an: im Entwicklungsprozess. Entwickler konzentrieren sich zu Beginn meist auf Funktion, Performance, Kosten und Time-to-Market. Aspekte wie Reparierbarkeit, Obsoleszenz, Lebensdauer oder Lieferkettenrisiken kommen oft erst später hinzu. Dann sind Architektur und Prototypen aber bereits weitgehend festgelegt.

Ein Beispiel aus der Stromversorgungsentwicklung zeigt den Zielkonflikt: Werden Bauteile zur Wärmeabfuhr mit Harz ans Gehäuse geklebt, kann das thermisch sinnvoll sein. Gleichzeitig wird eine spätere Reparatur deutlich schwieriger. Solche Entscheidungen sollten deshalb bereits in der Architekturphase bewertet werden.

KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge können dabei helfen, relevante Daten zu Bauteilen, Lebensdauer, Energieeffizienz und Reparierbarkeit früher sichtbar zu machen. Nachhaltigkeit wird so vom Prüfpunkt am Projektende zum Bestandteil des Designs.

Austausch soll Lösungen beschleunigen

Alle drei Experten waren sich einig: Nachhaltige Elektronik entsteht nur im Zusammenspiel von Halbleiterherstellern, Entwicklern, EMS-Dienstleistern, Softwareanbietern, Forschung und Kunden. Genau hier setzt das Sustainability Gate an.

Die Konferenz behandelt gesetzliche Vorgaben und Nachhaltigkeitsmanagement, nachhaltige Entwicklung bis zum Prototyping, grün gedachte Fertigung vom Halbleiter bis zur Baugruppe sowie Recycling und Kreislaufwirtschaft. Die zentrale Botschaft des Talks lautet: Wer Elektronik länger nutzbar, reparierbarer und wiederverwendbar machen will, muss schon beim ersten Schaltplan damit anfangen.

Warum sich ein Besuch des Sustainability Gate lohnt

Sustainability Gate @ Silicon Saxony Days 2026

Nachhaltigkeit entscheidet zunehmend darüber, wie Elektronik künftig entwickelt, gefertigt und eingesetzt wird. Regulatorische Anforderungen, knappe Ressourcen und steigende Kosten treffen auf einen hohen Innovationsdruck – und verlangen nach neuen Lösungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus.

Genau hier setzt das Sustainability Gate an, das die Fachmagazine productronic und elektronik industrie gemeinsam mit Silicon Saxony e. V. im Rahmen der Silicon Saxony Days 2026 (15.–17. Juni, Flughafen Dresden) veranstalten. Im Mittelpunkt stehen konkrete Ansätze, Erfahrungen und Technologien – von Nachhaltigkeitsmanagement und Design über Fertigungskonzepte bis hin zu Recycling und Kreislaufwirtschaft.

Mit Beiträgen unter anderem von Celus, Elesta, RS Components, Nexperia und dem VDE bringt das Sustainability Gate zentrale Akteure der Branche zusammen und schafft Raum für Austausch und neue Perspektiven. Bleiben Sie gespannt – weitere Details zu Programm und Inhalten folgen in Kürze.

Wer wissen möchte, welche Strategien, Technologien und Denkansätze die Elektronikbranche auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit wirklich weiterbringen, sollte das Sustainability Gate beim Silicon Saxony Day nicht verpassen. Der Thementalk zeigt damit auch, wofür das Sustainability Gate beim Silicon Saxony Day steht. Die Plattform rückt Nachhaltigkeit in der Elektronik als Querschnittsthema in den Mittelpunkt und verbindet Perspektiven aus Entwicklung, Materialeinsatz, Fertigung, Lieferkette und Produktlebenszyklus. Genau darin liegt ihr Mehrwert für die Branche. Besucher erhalten Impulse zu Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und resilienten Geschäftsmodellen und erleben, wie sich Nachhaltigkeitsziele mit technologischer Innovation und wirtschaftlichen Anforderungen zusammenbringen lassen.