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Anhand im Vorfeld ermittelter Basisdaten für jeden Fahrzeugtyp bewertet die Software die Messergebnisse beim Test. (Bild: Dekra)

Der Alterungszustand der Batterie ist ein entscheidender Faktor für den Restwert gebrauchter Elektrofahrzeuge, macht die Batterie doch oft rund ein Drittel der Gesamtkosten am neuen Fahrzeug aus. Die Sachverständigenorganisation Dekra Automobil hat deshalb bundesweit einen patentierten Schnelltest ausgerollt: In allen 74 Niederlassungen können Kunden entsprechende Termine vereinbaren. Zielgruppe für den Service sind in erster Linie Firmenkunden wie Flotten- und Fuhrparkbetreiber, Leasinggesellschaften, Banken, Hersteller und Importeure sowie Autohäuser.

Während andere Verfahren meist mit Lade- und Entladezyklen arbeiten und deshalb oft Stunden dauern, genügt für den Batterie-Schnelltest eine sehr kurze Testfahrt mit einer Beschleunigung von rund 100 Metern. Innerhalb von 15 Minuten lässt sich damit eine verlässliche Aussage über den so genannten State of Health der Antriebsbatterie machen. Dabei werden über die On-Board-Diagnoseschnittstelle verschiedene Batteriekenndaten ausgelesen. Das eigentliche Knowhow besteht aber in der Einordnung der Messwerte mithilfe eines Algorithmus und einer aufwendig bestückten Datenbank.

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Nach einer Testfahrt von nur rund 100 Metern bestimmt der Test anhand der Messwerte den State of Health der Antriebsbatterie. (Bild: Dekra)

Großteil des Bestandes in Deutschland abgedeckt

Dafür ermittelt Dekra im Vorfeld für jeden einzelnen Fahrzeugtyp mit Messfahrten unter unterschiedlichen Bedingungen Basisdaten und nimmt anschließend eine entsprechende Strukturierung sowie weitere Berechnungen vor, teilweise mithilfe Künstlicher Intelligenz. Anhand dieser typspezifischen Parameter bewertet die Software dann die Messergebnisse beim Test. Das von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen validierte Verfahren ist international patentiert.

Im Frühjahr 2022 hatte Dekra das neue Verfahren erstmals vorgestellt. Damals war es schon mit ersten Großkunden im Piloteinsatz. Aktuell umfasst die Typenliste für den Schnelltest rund 80 Fahrzeugmodelle und deckt damit einen großen Teil des Bestandes an batterieelektrischen und Hybrid-Fahrzeugen in Deutschland ab. Ständig kommen weitere Modelle hinzu.

E-Mobility: Batterie und Sicherheit

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(Bild: AdobeStock_277540900)

Wie entstehen bessere E-Auto-Batterien und sind sie sicher? Bewährte und neue Batterietechnologien von Entwicklung bis Recycling, Brandschutz von Simulation über Materialien bis Batteriemanagement und Safety-Konzepten, sowie Testverfahren von EMV bis Sicherheit. Die Technologien dahinter finden Sie hier.  

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