Batterien

Die Nachfrage nach Batterien alles Art steigt. (Bild: Dmitry Naumov @ AdobeStock)

Der deutsche Batteriemarkt wächst trotz der Corona-Pandemie dynamisch weiter. „Im Jahr 2021 wuchs der Markt mit einem Plus von 54 Prozent um mehr als 3,2 Milliarden Euro auf rund 9,29 Milliarden Euro“, erläutert Christian Eckert, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Batterien. „Der Wachstumstreiber war wie bereits im vergangenen Jahr der Absatz von Lithium-Ionen-Batterien in Höhe von 5,35 Milliarden Euro und einem Anstieg um 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“

Das Marktvolumen bei Lithium-Ionen-Batterien ist unter anderem auf das hohe Wachstum der Importe von Batteriezellen nach Deutschland zurückzuführen. Der Import von Batterien nach Deutschland umfasste im Jahr 2021 ein Volumen von fast 10,9 Milliarden Euro (+44 % im Vergleich zu 2020). Lithium-Ionen-Batterien hatten mit einem Importwert von 8,4 Milliarden Euro den größten Anteil. Diese Importe wuchsen mit 52 Prozent zudem überdurchschnittlich. Die Importe von Bleibatterien beliefen sich auf 1,1 Milliarden Euro. Das bedeutete eine Steigerung von 24 Prozent gegenüber 2020. Ebenfalls stiegen die Importe von allen sonstigen Batteriesystemen. Dazu zählen zum Beispiel Nickel-Cadmium-, Zink-Luft- und Alkali-Mangan-Batterien. Deren Importe stiegen um 25 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Wachstum Batteriemarkt ZVEI
Der gesamte Batteriemarkt wächst derzeit, wobei das Wachstum bei den Lithium-Ionen-Batterien am stärksten ist. (Bild: ZVEI)

Europa hat als Importregion Asien überholt

Nahezu alle Batterieimporte Deutschlands stammen aus Asien und Europa. Europa steht dabei für 58 Prozent der Gesamtimporte, Asien für 41 Prozent. Die Gesamtbatterieimporte aus Asien sind 2021 mit einem Wachstum von 28 Prozent gestiegen. Bei Lithium-Ionen-Batterien lag das Wachstum bei 24 Prozent, die Einfuhren an Lithium-Ionen-Batterien aus China stiegen um 55 Prozent. China ist der mit Abstand wichtigste Batterielieferant für Deutschland aus Asien.

Die gesamten Batterieimporte aus Europa lagen 2021 bei knapp 6,3 Milliarden Euro, was ein Wachstum von fast 60 Prozent über Vorjahr bedeutet. Mit einem Plus von 82 Prozent wuchsen die Importe von Lithium-Ionen-Batterien deutlich stärker. Deren Importvolumen erreichte 2020 einen Wert von 4,8 Milliarden Euro. Die wichtigsten Lieferländer für Lithium-Ionen-Batterien sind Polen, Ungarn und Tschechien. Polen ist in Europa der wichtigste Lieferant von Lithium-Ionen-Batterien für den deutschen Markt. Das Importvolumen lag im Jahr 2021 bei 3,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2020 haben sich damit die Importe aus Polen verdoppelt.

Auch die Produktion von Batterien ist im Jahr 2021 in Deutschland um kräftige 53 Prozent gegenüber 2020 auf 5,7 Milliarden Euro gewachsen. Während die Produktion von Bleibatterien um 17 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro stieg, wiesen die Lithium-Ionen-Batterien die größere Dynamik auf. Betrug deren Produktionsvolumen 2020 noch rund 450 Millionen Euro, vervielfachte sich der Wert 2021 fast auf nunmehr 1,74 Milliarden Euro.

Batterieimport Batterie ZVEI
Ein Großteil der Batterieimporte entfällt auf Lithium-Ionen-Batterien. Außerdem haben die europäischen Exporte die aus Asien überholt. (Bild: ZVEI)

Politik unterstützt Batterieproduktion

Die Politik hat die Relevanz der deutschen und europäischen Batterieproduktion erkannt und unterstützt ihre Entstehung und Stärkung, unter anderem im Rahmen der „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI). Das europäische Förderprogramm leistet aus Sicht des ZVEI einen essenziellen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas. Dr. Rosenkranz betonte: „Es geht nicht um Autarkie, sondern darum, unsere Lieferfähigkeit zu sichern, unsere Stärken im Bereich der Batterieproduktion langfristig zu erhalten und zu erweitern sowie unsere strategischen Interessen zu wahren.“ Wichtig sei, dass die Regulierung den Auf- und Ausbau einer wettbewerbsfähigen Batterieindustrie unterstützt. „Die Verhandlungen zur EU-Batterieverordnung gehen in die finale Phase und so drängend Themen wie etwa der Einsatz von Rezyklaten oder Sorgfaltspflichten sind: Die Ziele müssen realistisch und die Maßnahmen umsetzbar sein. Außerdem brauchen wir eine Marktüberwachung, um faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen“, so Dr. Rosenkranz.

E-Mobility: Batterie und Sicherheit

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(Bild: AdobeStock_277540900)

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