AMA-Branchenumfrage 2025

Sensorik und Messtechnik stabilisiert sich

Die Sensorik- und Messtechnikbranche zeigt 2025 erste Anzeichen einer Stabilisierung. Trotz leichter Umsatz- und Auftragseingänge bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Vor allem Regulierung, IT-Sicherheit und neue Absatzmärkte prägen die weitere Entwicklung.

In einer Zusatzfrage wurde erstmals die Vorbereitung auf den EU Cyber Resilience Act erhoben.

Die Sensorik- und Messtechnikbranche hat sich 2025 leicht stabilisiert, bleibt aber in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld. Nach Angaben des AMA Verbands für Sensorik und Messtechnik stiegen die Umsätze im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal um 1 Prozent. Im Vergleich zu Q4 2024 ergibt sich ein Plus von 11 Prozent. Der Auftragseingang legte um 2 Prozent zu. Mit einem Book-to-Bill-Ratio von 0,96 zeigt sich jedoch weiterhin nur eine verhaltene Nachfrageentwicklung. Bereits im dritten Quartal 2025 hatte sich eine Verbesserung abgezeichnet. Damals erhöhten sich Umsatz und Auftragseingang jeweils um 7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Gleichzeitig blieb die Entwicklung innerhalb der Branche uneinheitlich. Während Kurzarbeit im vierten Quartal praktisch keine Rolle mehr spielte, hatten im dritten Quartal noch 11 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen Kurzarbeit angemeldet. 

Moderater Aufwährtstrend zum Jahresende 2025.

Exportanteil und regulatorische Anforderungen

Der Exportanteil der Branche lag 2025 bei 50 Prozent, davon entfielen 31 Prozent auf europäische Märkte. Europa bleibt damit eine zentrale Absatzregion für die Unternehmen der Sensorik und Messtechnik. Zugleich richtet sich der Blick verstärkt auf Indien. 48 Prozent der befragten AMA-Mitglieder planen, ihre Aktivitäten dort auszubauen. Weitere 19 Prozent prüfen einen Markteintritt oder eine Intensivierung ihres Engagements. Rund ein Viertel der Unternehmen sieht derzeit keinen konkreten Handlungsbedarf.

Vorbereitung auf den Cyber Resilience Act

An Bedeutung gewinnt außerdem die Vorbereitung auf den EU Cyber Resilience Act. 31 Prozent der Unternehmen sehen sich bereits gut vorbereitet, 33 Prozent befinden sich in der Planungsphase. Ein weiteres Drittel hat bislang noch keine konkreten Maßnahmen umgesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass regulatorische Anforderungen und Cyberresilienz in der Branche deutlich an Relevanz gewinnen.

Ausblick auf 2026

Insgesamt deutet sich für die Sensorik- und Messtechnikbranche eine vorsichtige Erholung an. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Entwicklung fragil. Neben der Nachfrageentwicklung in den Anwenderindustrien dürften 2026 vor allem regulatorische Vorgaben, IT-Sicherheit und die Erschließung neuer Märkte die weitere Entwicklung prägen.