In his presentation at the Automobil-Elektronik Congress, Aart de Geus of Synopsis stressed the importance of simulation, AI and multi-die design: "Multi-die is changing everything and it's happening now."

In his presentation at the Automobil-Elektronik Congress, Aart de Geus of Synopsis stressed the importance of simulation, AI and multi-die design: "Multi-die is changing everything and it's happening now." (Bild: Matthias Baumgartner)

Aart de Geus, CEO und Gründer von Synopsys, gab auf dem 28. Automobil-Elektronik Kongress Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen, die die Elektronikindustrie auf die Automobilbranche ausübt. Seine Ausführungen zeigten klar, dass die Zukunft der Automobilindustrie eng mit den Fortschritten in der Elektronik verknüpft ist. Hier noch einige Highlights aus seinem Vortrag:

Warum sind Silizium und Software die treibenden Kräfte?

Die Elektronikindustrie wird seit jeher von zwei zentralen Kräften angetrieben: Silizium und Software. Silizium liefert die physikalische Basis der Technologie, während Software die Funktionalität und Anwendungen ermöglicht. „Es ist am Schnittpunkt dieser beiden Kräfte, wo alle Innovationen geschehen", betonte Aart de Geus. Historisch gesehen, hat Moore's Law die kontinuierliche Verbesserung der Rechenleistung und Effizienz vorangetrieben. Heute ergänzt KI diese Entwicklung und schafft neue Möglichkeiten in der Automobilindustrie.

Wie beeinflusst KI die Automobilindustrie?

KI hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Automobilindustrie, indem sie neue Möglichkeiten für Simulation und Analyse bietet. Diese Technologien ermöglichen es, komplexe Designs effizient zu entwickeln und zu optimieren. „KI verändert das Bild von Ökonomik zu Technologie“, erklärte Aart de Geus. Insbesondere im Bereich der Fahrzeugentwicklung ermöglicht KI die Simulation ganzer Fahrzeugsysteme und die Analyse riesiger Datenmengen, was die Entwicklung schneller, genauer und kosteneffizienter macht.

Save the date: 29. Automobil-Elektronik Kongress

Am 24. und 25. Juni 2025 findet zum 29. Mal der Internationale Automobil-Elektronik Kongress (AEK) in Ludwigsburg statt. Dieser Netzwerkkongress ist bereits seit vielen Jahren der Treffpunkt für die Top-Entscheider der Elektro-/Elektronik-Branche und bringt nun zusätzlich die Automotive-Verantwortlichen und die relevanten High-Level-Manager der Tech-Industrie zusammen, um gemeinsam das ganzheitliche Kundenerlebnis zu ermöglichen, das für die Fahrzeuge der Zukunft benötigt wird. Trotz dieser stark zunehmenden Internationalisierung wird der Automobil-Elektronik Kongress von den Teilnehmern immer noch als eine Art "automobiles Familientreffen" bezeichnet.

Sichern Sie sich Ihr(e) Konferenzticket(s) für den 29. Automobil-Elektronik Kongress (AEK) im Jahr 2025! Folgen Sie außerdem dem LinkedIn-Kanal des AEK und #AEK_live.

Im Channel zum Automobil-Elektronik Kongress finden Sie Rück- und Vorberichterstattungen sowie relevanten Themen rund um die Veranstaltung.

Was ist die Rolle von EDA in diesem Wandel?

EDA (Electronic Design Automation) spielt eine zentrale Rolle im aktuellen Wandel der Elektronikindustrie, indem es den Designprozess von Chips automatisiert. Durch Modellierung, Simulation und Optimierung ermöglicht EDA die effiziente Entwicklung komplexer Systeme. „EDA hilft, den Designprozess zu beschleunigen und die Genauigkeit zu verbessern,“ betonte Aart de Geus. Diese Werkzeuge sind entscheidend, um die steigenden Anforderungen an Rechenleistung und Effizienz zu erfüllen, insbesondere im Kontext von KI und fortschrittlichen Automobilanwendungen.

Zitat

„Die Kombination aus AI und Multi-Die-Designs eröffnet eine völlig neue Ära der Komplexität und Möglichkeiten.“

Aart de Geus, CEO von Synopsys, über das Potenzial von KI.

Warum sind Multi-Die-Designs so bedeutend?

Multi-Die-Designs sind bedeutend, weil sie die Leistungsfähigkeit und Effizienz von Chips erheblich steigern. Durch das enge Zusammenfügen mehrerer Chips entsteht eine höhere Dichte und eine schnellere Datenübertragung. „Multi-Die-Designs ändern die Spielregeln der Chip-Architektur“, erklärte Aart de Geus. Diese Technologie ermöglicht es, komplexe Aufgaben schneller und energieeffizienter zu bewältigen, was besonders in der Automobilindustrie wichtig ist, um die steigenden Anforderungen an Rechenleistung und Integration zu erfüllen.

Welche Herausforderungen müssen bewältigt werden?

Eine der größten Herausforderungen bei modernen Elektronikdesigns, insbesondere bei 3D-Chip-Designs, ist das effektive Wärmemanagement. Ohne geeignete Kühlung können Chips schnell überhitzen, was ihre Leistungsfähigkeit und Lebensdauer beeinträchtigt. „Wärme ist der Feind der nächsten 20 Jahre,“ betonte Aart de Geus. Fortschrittliche Simulationstools und KI-Optimierungen sind entscheidend, um die thermische Belastung zu analysieren und geeignete Maßnahmen zur Kühlung zu entwickeln. Zudem müssen Kosten und Komplexität der Kühltechnologien sorgfältig abgewogen werden.

Zitat

„Wärme ist der Feind der nächsten 20 Jahre.“

Aart de Geus, CEO von Synopsys, über das Wärmemanagement.

Die wichtigsten Fragen und Antworten aus dem Vortrag von Aart de Geus

Warum sind Silizium und Software so wichtig für die Elektronikindustrie?

Die Kombination aus Silizium und Software bildet das Fundament für die Fortschritte in der Elektronik, indem sie die Rechenleistung und Funktionalität von Systemen verbessern.

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Elektronikentwicklung?

KI ermöglicht die Automatisierung und Optimierung von Designprozessen, was zu effizienteren und leistungsfähigeren Elektroniksystemen führt.

Welche Vorteile bieten 3D-Chip-Designs?

3D-Chip-Designs bieten eine höhere Leistungsdichte und geringere Latenzzeiten, stellen jedoch auch Herausforderungen in Bezug auf Wärmeentwicklung dar.

Was ist die Rolle digitaler Zwillinge in der Automobilentwicklung?

Digitale Zwillinge ermöglichen umfassende Simulationen und Tests virtueller Fahrzeugmodelle, was die Entwicklungszeit verkürzt und die Sicherheit erhöht.

Über Aart de Geus

Dr. Aart de Geus ist ein Pionier der Halbleiterindustrie im Bereich Electronic Design Automation (EDA). Er gründete 1986 Synopsys, das die Logiksynthese entwickelte und kommerzialisierte, was die digitale Designkomplexität erheblich steigerte. Unter seiner Führung expandierte Synopsys durch umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie etwa 120 Übernahmen und wurde zum Branchenführer in der EDA. Aart war von 1994 bis 2024 CEO.

Er ist ein renommierter Redner, der Technologietrends mit der Geschichte des Halbleiterdesigns und systemischer Komplexität verknüpft und eine inspirierende Vision einer innovativen High-Tech-Zukunft präsentiert. Aart wurde für seine Leistungen vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem IEEE Robert N. Noyce Medal und einem Ehrendoktor der Universität Glasgow.

Er ist in der Wirtschaftsgemeinschaft aktiv und engagiert sich in mehreren Vorständen sowie in der von ihm gegründeten Synopsys Foundation, die projektbasiertes Lernen in Wissenschaft und Mathematik fördert.

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