EV, HEV, mHEV & Co. – Dahinter verstecken sich elektrifizierte Fahrzeugtypen. Aber was bedeuten die Abkürzungen und was muss man zu den E-Auto-Varianten wissen? Die Antworten hier.
Bruno BouryBrunoBoury
Der Antriebsstrang wird zunehmend stärker elektrifiziert. Aber welche elektrifizierten Fahrzeugtypen gibt es eigentlich und was versteckt sich hinter EV, HEV, PHEV & Co.?Melexis
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EV, HEV, PHEV & Co.: Definition der elektrifizierten Fahrzeugtypen
Elektrifizierte Antriebe sind längst Alltag – trotzdem werden die Begriffe EV, HEV, PHEV, mHEV oder fHEV oft vermischt. Der Grund: Alle Konzepte nutzen elektrische Komponenten, unterscheiden sich aber in einem Kernpunkt: Wie stark kann ein Fahrzeug tatsächlich elektrisch fahren – und ob es extern geladen werden kann. Wer diese Logik versteht, kann Fahrzeugtypen sauber vergleichen, statt sich von Kürzeln oder Marketingbegriffen leiten zu lassen.
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Für eine klare Einordnung helfen drei Fragen: Gibt es einen Verbrennungsmotor? Kann die Batterie über einen Stecker geladen werden? Und wie groß ist der Anteil rein elektrischer Fahranteile im Betrieb? Daraus ergeben sich die wichtigsten Kategorien – vom reinen Elektrofahrzeug über Plug-in-Hybride bis hin zu Mild- und Mikro-Hybriden, die vor allem Effizienzfunktionen liefern. Entscheidend ist außerdem, ob der Elektromotor ein vollwertiger Traktionsmotor ist oder nur unterstützend als Starter-Generator arbeitet.
Wichtige Erkenntnisse (TL;DR)
EV/BEV fährt immer elektrisch und wird extern geladen. PHEV hat Stecker + Verbrenner und lohnt sich nur, wenn häufig geladen wird. fHEV (Vollhybrid) lädt ohne Steckdose und fährt nur kurz elektrisch. mHEV/μHEV sind vor allem Effizienztechniken am Verbrenner, meist ohne echtes E-Fahren. WLTP-Werte sind Vergleichswerte aus einem Standardtest und liegen im Alltag oft höher beim Verbrauch bzw. niedriger bei Reichweite.
EV: Was ist ein Elektrofahrzeug?
Ein Elektrofahrzeug (EV) wird ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben. Die Energie kommt aus einer Hochvoltbatterie, die über das Stromnetz geladen wird. Im Fahrbetrieb entstehen am Fahrzeug keine direkten Abgasemissionen, weil kein Kraftstoff verbrannt wird. Reichweite, Effizienz und Ladezeit hängen vor allem von Batteriegröße, Fahrzeuggewicht, Aerodynamik und Fahrprofil ab.
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Der größte Unterschied zu allen Hybridformen: Beim EV gibt es keinen zweiten Antriebsstrang als „Backup“. Damit steht die Nutzung stärker in Beziehung zu Ladeinfrastruktur, Ladeleistung und den individuellen Streckenprofilen. Gleichzeitig bietet der elektrische Antrieb typische Vorteile wie hohe Effizienz und unmittelbar verfügbares Drehmoment, was sich besonders im Stadtverkehr und beim Beschleunigen bemerkbar macht.
BEV, FCEV und Range Extender: Unterformen elektrischer Antriebe
Innerhalb elektrischer Fahrzeuge werden häufig weitere Konzepte genannt, die technisch unterschiedlich arbeiten, aber im Ergebnis ebenfalls elektrisch fahren. Ein BEV (Battery Electric Vehicle) nutzt ausschließlich die Batterie als Energiespeicher. Ein FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle) erzeugt den Strom während der Fahrt über eine Brennstoffzelle aus Wasserstoff, speichert Energie meist zusätzlich in einer kleinen Batterie und treibt das Fahrzeug elektrisch an. In beiden Fällen bleibt der eigentliche Fahrantrieb elektrisch – die Unterschiede liegen vor allem in Energiequelle, Infrastruktur und dem Prozess des Ladens bzw. Betankens.
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Als Sonderfall gilt das Konzept Range Extender: Hier ist ein Verbrennungsmotor an Bord, der nicht primär die Räder antreibt, sondern als Generator Strom erzeugt und damit die Batterie nachlädt. Das reduziert Reichweitenangst, erhöht aber Komplexität und kann dazu führen, dass der Verbrenner je nach Nutzung häufiger läuft als erwartet. Für die Einordnung ist wichtig: Auch beim Range Extender bleibt der Fahrantrieb elektrisch, der Verbrenner dient der Energieversorgung.
PHEV: Was ist ein Plug-in-Hybrid?
Ein Plug-in-Hybrid (PHEV) kombiniert Elektromotor und Verbrennungsmotor und besitzt eine Batterie, die extern per Stecker geladen werden kann. Genau diese externe Lademöglichkeit ist der entscheidende Unterschied zu klassischen Hybriden. Ein PHEV kann kürzere Strecken rein elektrisch zurücklegen und danach wie ein Hybrid weiterfahren, sobald die Batterie leer ist oder mehr Leistung benötigt wird.
In der Praxis hängt die Effizienz- und Emissionsbilanz eines PHEV stark davon ab, wie konsequent er geladen und elektrisch gefahren wird. Wird er selten geladen und überwiegend im Verbrennermodus bewegt, verliert er einen Großteil seines potenziellen Vorteils. Wird er hingegen regelmäßig geladen und für Pendel- und Stadtfahrten elektrisch genutzt, kann er den Kraftstoffverbrauch deutlich senken und lokal emissionsfreies Fahren ermöglichen.
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Elektrische Reichweite bei PHEV: WLTP vs. Alltag
Plug-in-Hybride werden häufig über ihre elektrische Reichweite verglichen, die nach WLTP angegeben wird. WLTP steht für Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure und ist ein standardisiertes Messverfahren, das Verbrauch, Emissionen und elektrische Reichweiten unter festgelegten Bedingungen ermittelt. Ziel ist die Vergleichbarkeit von Fahrzeugen, nicht die Abbildung jedes realen Fahrprofils. Der WLTP-Wert ist damit ein Vergleichswert, kein garantiertes Alltagsresultat.
Im Alltag beeinflussen Temperatur, Geschwindigkeit, Topografie, Beladung sowie Heizung und Klimatisierung die reale Reichweite deutlich. Gerade im Winter sinkt die elektrische Reichweite oft spürbar, weil die Batterie weniger effizient arbeitet und zusätzliche Energie für den Innenraum benötigt wird. Auch hohe Autobahngeschwindigkeiten reduzieren die Reichweite meist stärker als Stadtverkehr, weil Luftwiderstand und Dauerleistung erheblich steigen. Für die Praxis ist daher entscheidend, ob die elektrische Reichweite zum typischen Tagesprofil passt – und ob das Fahrzeug regelmäßig geladen wird.
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Abkürzungen der elektrifizierten Fahrzeugtypen kurz erklärt:
EV = Elektrofahrzeug (elektrischer Antrieb).
BEV = batterieelektrisches Fahrzeug (EV nur mit Batterie)
FCEV = Brennstoffzellenfahrzeug (elektrischer Antrieb, Energie aus Wasserstoff).
HEV = Hybrid ohne Stecker (Batterie lädt intern)
PHEV = Plug-in-Hybrid (Hybrid mit Stecker, extern ladbar)
fHEV/FHEV = Vollhybrid (fährt kurz elektrisch, lädt ohne Steckdose)
mHEV = Mild-Hybrid (48-Volt-Unterstützung, meist kein E-Fahren)
Der Begriff HEV (Hybrid Electric Vehicle) wird im Alltag oft als Oberbegriff genutzt. Technisch meint HEV in der Regel ein Hybridfahrzeug ohne externe Lademöglichkeit. Häufig ist damit der Vollhybrid gemeint, der auch als Full Hybrid oder fHEV/FHEV bezeichnet wird. Ein Vollhybrid kann kurze Strecken rein elektrisch fahren, lädt seine Batterie aber nicht an der Steckdose, sondern über Rekuperation und über den Verbrennungsmotor.
Der elektrische Fahranteil ist bei Vollhybriden typischerweise für Anfahren, Rangieren und langsame Stadtphasen gedacht. Auf längeren Strecken dominiert meist der Verbrennungsmotor, allerdings oft effizienter als bei reinen Verbrennern, weil der Hybridbetrieb Lastspitzen glättet und Bremsenergie zurückgewinnt. Für viele Nutzer liegt der Vorteil in der „Stecker-los“-Logik: Effizienzgewinne ohne Ladeplanung, aber auch ohne planbare elektrische Reichweite.
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mHEV: Was ist ein Mild-Hybrid?
Ein Mild-Hybrid (mHEV) ist eine mild elektrifizierte Form des Verbrenners. Typisch sind 48-Volt-Systeme mit kleiner Batterie und E-Maschine, die Rekuperation ermöglichen, den Motor beim Anfahren unterstützen und Komfortfunktionen wie Start-Stopp verbessern. Ein mHEV ist in der Regel nicht extern ladbar und kann meist nicht rein elektrisch fahren. Der Fokus liegt auf Effizienzgewinnen, nicht auf elektrischer Reichweite.
mHEVs sind für Hersteller attraktiv, weil sie im Vergleich zu PHEV oder BEV weniger aufwendig sind, aber dennoch Verbrauch und Emissionen senken können – insbesondere im Stadtverkehr und bei häufigem Beschleunigen und Abbremsen. Typische Effekte sind ein schnellerer Wiederstart, Segelphasen mit abgeschaltetem Motor und ein elektrischer Boost beim Beschleunigen. Im Alltag fühlt sich das oft nach mehr Laufruhe an, ohne dass sich das Nutzungsverhalten (Laden, elektrische Reichweite) grundlegend ändert.
Direktvergleich: EV vs. PHEV vs. fHEV vs. mHEV
Fahrzeugtyp
Antrieb
Extern laden?
Rein elektrisch fahren?
Typische E-Reichweite*
Kernaussage
EV / BEV
nur Elektromotor
ja
ja
hoch (modellabhängig)
echtes E-Auto, Laden ist Pflicht
PHEV
Elektro + Verbrenner
ja
ja, solange Akku reicht
mittel (modellabhängig)
E-Fahren im Alltag nur mit regelmäßigem Laden
fHEV / HEV (Vollhybrid)
Elektro + Verbrenner
nein
kurz/bedingt
gering
spart ohne Stecker, aber kein „E-Auto-Ersatz“
mHEV
Verbrenner + 48-V-Unterstützung
nein
meist nein
praktisch keine
Effizienzpaket, keine E-Reichweite
μHEV
Verbrenner + Start-Stopp (12 V)
nein
nein
keine
minimale Elektrifizierung für Verbrauchsvorteile
*Die Reichweite hängt stark von Batteriegröße, Fahrprofil und Temperatur ab; Angaben in Tests (z. B. WLTP) weichen im Alltag häufig ab.
Interpretation: Die wichtigste Trennlinie ist die Steckdose: Nur EV/BEV und PHEV werden extern geladen und können echte elektrische Alltagsstrecken abdecken. fHEV, mHEV und μHEV laden ausschließlich intern und bieten vor allem Effizienzgewinne, aber wenig bis kein planbares elektrisches Fahren.
μHEV: Mikro-Hybrid als Einstieg in die Elektrifizierung
Der Mikro-Hybrid (μHEV) gilt als niedrigste Elektrifizierungsstufe. Häufig handelt es sich um ein System mit Start-Stopp-Funktion und einfacher Energierückgewinnung, oft im 12-Volt-Bereich. Ziel ist vor allem, Leerlaufverluste zu reduzieren und das Anfahren effizienter zu machen. Rein elektrisches Fahren ist damit praktisch nicht möglich.
Im Alltag zeigt sich der Nutzen besonders in Stop-and-go-Situationen, wenn der Motor häufiger abgeschaltet werden kann. Je nach Auslegung kann das System elektrische Verbraucher besser unterstützen, ohne die Lichtmaschine dauerhaft unter Last zu halten. Wichtig ist die Abgrenzung: μHEV ist keine elektrische Mobilität im engeren Sinn, sondern eine Optimierung des Verbrennerbetriebs.
Direktvergleich: EV vs. PHEV vs. fHEV vs. mHEV
Die Unterschiede werden am klarsten, wenn man Ladefähigkeit und elektrischen Fahranteil betrachtet. EV/BEV und PHEV sind die einzigen Varianten, bei denen der Stecker zum Konzept gehört. Vollhybride, Mild- und Mikro-Hybride laden dagegen ausschließlich intern und setzen vor allem auf Rekuperation und Effizienzfunktionen.
Schwerpunktthema: E-Mobility
(Bild: Adobe Stock, Hüthig)
In diesem Themenschwerpunkt „E-Mobility“ dreht sich alles um die Technologien in Elektrofahrzeugen, Hybriden und Ladesäulen: Von Halbleitern über Leistungselektronik bis E-Achse, von Batterie über Sicherheit bis Materialien und Leichtbau sowie Test und Infrastruktur. Hier erfahren Sie mehr.
FAQ: EV, HEV, PHEV & Co.
Was bedeutet EV?
EV steht für „Electric Vehicle“ und meint ein Fahrzeug, das ausschließlich elektrisch fährt. Der Antrieb erfolgt über einen Elektromotor, die Energie kommt aus einer (meist) Hochvoltbatterie, die über das Stromnetz geladen wird. Im Betrieb entstehen am Fahrzeug keine direkten Abgase.
Was ist der Unterschied zwischen EV und BEV?
BEV ist eine Unterkategorie von EV und steht für „Battery Electric Vehicle“. Ein BEV nutzt nur eine Batterie als Energiespeicher und hat keinen Verbrennungsmotor an Bord. In der Praxis wird EV häufig synonym für BEV verwendet, technisch ist BEV aber die präzisere Bezeichnung.
Was ist ein PHEV und wann lohnt er sich?
PHEV bedeutet „Plug-in Hybrid Electric Vehicle“ und kombiniert Elektromotor und Verbrennungsmotor. Der entscheidende Punkt ist der Stecker: Die Batterie kann extern geladen werden, dadurch sind elektrische Alltagsstrecken möglich. Ein PHEV lohnt sich vor allem dann, wenn regelmäßig geladen wird und viele Fahrten in die elektrische Reichweite fallen.
Was ist ein HEV bzw. Vollhybrid (fHEV/FHEV)?
HEV ist ein Hybrid ohne externe Lademöglichkeit. Beim Vollhybrid kann das Fahrzeug kurz rein elektrisch fahren, lädt die Batterie aber über Rekuperation und den Verbrennungsmotor. Der Vorteil ist Effizienz ohne Ladeaufwand – der Nachteil ist, dass die elektrische Fahrstrecke meist begrenzt ist.
Kann ein Mild-Hybrid (mHEV) rein elektrisch fahren?
In den meisten Fällen nein. mHEVs nutzen meist ein 48-Volt-System, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen, zu rekuperieren und Start-Stopp zu verbessern. Der elektrische Anteil ist eher „Assistenz“ als eigenständiger Fahrbetrieb.
Was ist ein Mikro-Hybrid (μHEV)?
Ein μHEV ist die niedrigste Stufe der Elektrifizierung und steht oft für Start-Stopp plus einfache Energierückgewinnung (häufig 12 Volt). Ziel ist vor allem, Verbrauch im Stop-and-go zu senken. Rein elektrisches Fahren ist damit praktisch nicht möglich.
Was bedeutet WLTP und warum weichen Praxiswerte ab?
WLTP ist ein standardisiertes Prüfverfahren, das Verbrauch, Emissionen und Reichweiten unter festgelegten Bedingungen misst, um Fahrzeuge vergleichbar zu machen. Im Alltag beeinflussen Tempo, Temperatur, Heizung/Klima, Beladung und Streckenprofil die Werte deutlich. Deshalb sind WLTP-Angaben gute Vergleichswerte, aber keine Garantie für reale Reichweite oder Verbrauch.
Was ist ein Range Extender?
Ein Range Extender ist ein zusätzlicher Verbrennungsmotor, der nicht zwingend die Räder antreibt, sondern als Generator Strom erzeugt und die Batterie nachlädt. Das kann Reichweitenangst reduzieren, macht das System aber komplexer. Für die Einordnung wichtig: Der Fahrantrieb bleibt dabei grundsätzlich elektrisch.
Was ist ein FCEV?
FCEV steht für „Fuel Cell Electric Vehicle“ und meint ein Brennstoffzellenfahrzeug. Es fährt elektrisch, der Strom wird an Bord aus Wasserstoff in einer Brennstoffzelle erzeugt und meist in Kombination mit einer kleinen Batterie gepuffert. Infrastruktur und Betankung unterscheiden sich dadurch deutlich von BEV.
Welche Antriebsart ist sinnvoll, wenn keine Lademöglichkeit vorhanden ist?
Ohne regelmäßige Lademöglichkeit ist ein Vollhybrid (HEV/fHEV) oft passender als ein PHEV, weil der Effizienzgewinn ohne Steckdose zuverlässig funktioniert. Ein mHEV/μHEV bietet kleinere Einsparungen, bleibt aber im Kern ein Verbrenner mit Effizienztechnik. Ein EV/BEV setzt dagegen voraus, dass Laden im Alltag planbar möglich ist.
CO₂, Verbrauch und Realität: Warum Nutzung wichtiger ist als der Fahrzeugtyp
Elektrifizierung senkt den Verbrauch vor allem dann, wenn der elektrische Anteil im Alltag hoch ist. Bei EVs entstehen am Fahrzeug keine Abgase; für die Gesamtbilanz spielt jedoch der Strommix und die Fahrzeugklasse eine Rolle. Bei PHEVs entscheidet das Ladeverhalten über den Effekt: Je häufiger elektrisch gefahren wird, desto höher der Nutzen, und je seltener geladen wird, desto näher rückt das Auto an das Verbrauchsniveau eines klassischen Verbrenners.
Vollhybride erzielen Einsparungen ohne Steckdose, aber typischerweise geringer als ein PHEV bei konsequenter elektrischer Nutzung. Mild- und Mikro-Hybride senken Verbrauch meist in kleineren Schritten, sind dafür aber als Basis-Elektrifizierung weit verbreitet. Zusätzlich wirken Faktoren wie Gewicht, Leistungsklasse und Einsatzprofil: Ein großer Akku kann Reichweite erhöhen, gleichzeitig aber auch Energiebedarf und Herstellungsaufwand beeinflussen.
Welche Antriebsart passt zu welchem Fahrprofil?
Wer überwiegend kurze Strecken fährt und zuverlässig laden kann, nutzt die Stärken von EV/BEV oder PHEV am besten, weil der elektrische Fahranteil dann hoch bleibt. Für regelmäßige Langstrecken ohne Ladeplanung ist ein PHEV oft die flexible Zwischenlösung, sofern er im Alltag wirklich geladen wird. Ohne eigene Lademöglichkeit ist ein Vollhybrid (fHEV/HEV) meist sinnvoller als ein PHEV, weil der Effizienzgewinn auch ohne Steckdose zuverlässig eintritt.
Mild- und Mikro-Hybride passen vor allem dann, wenn ein klassischer Verbrenner gewünscht ist, aber mit kleinen Effizienzvorteilen im Stadt- und Mischbetrieb. Für die Auswahl zählt weniger das Kürzel auf dem Datenblatt als die Frage, ob Laden praktisch möglich und in den Alltag integrierbar ist. Daraus ergibt sich automatisch, welche Technologie realen Nutzen liefert.
Die Abkürzungen stehen für Ladefähigkeit und elektrischen Fahranteil
EV, PHEV, fHEV, mHEV und μHEV unterscheiden sich weniger durch Schlagworte als durch harte Technik: Antriebsarchitektur, Batteriegröße, Ladefähigkeit und elektrischer Fahranteil. Besonders hilfreich ist die klare Trennung zwischen „kann extern laden“ (EV/BEV, PHEV) und „lädt nur intern“ (HEV/fHEV, mHEV, μHEV). Ebenso entscheidend ist die Frage, ob wirklich planbares rein elektrisches Fahren möglich ist oder ob Elektrifizierung nur unterstützend wirkt.
Damit werden die Kürzel zu einer einfachen Orientierung: EV/BEV steht für volles Elektrofahren, PHEV für elektrisches Fahren mit Verbrenner-Reserve, fHEV/HEV für Hybrid ohne Stecker und mHEV/μHEV für Effizienztechniken am Verbrenner. So lassen sich Modelle sauber einordnen – unabhängig davon, wie Hersteller Begriffe im Detail verwenden.