BorgWarner

Der Automobilzulieferer BorgWarner hat 500 Millionen US-Dollar in den Halbleiterhersteller Wolfspeed investiert und sichert sich damit Produktionskapazitäten für Siliziumkarbid-Halbleiter im Wert von bis zu 650 Millionen US-Dollar pro Jahr. (Bild: BorgWarner)

BorgWarner und Wolfspeed (ehemals Cree) haben eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben, die vorsieht, dass BorgWarner 500 Millionen US-Dollar in die von Wolfspeed angekündigte Finanzierungstransaktion investiert und im Gegenzug einen Kapazitätskorridor für Siliziumkarbid-Bauteile erhält. Die Investition von BorgWarner entspricht einem Gegenwert von 481,5 Millionen Euro. Der genaue Umfang der möglichen Versorgung von BorgWarner mit SiC-Halbleitern von Wolfspeed kann noch nicht genau beziffert werden. Zwar ist BorgWarner berechtigt, „jährlich Bauelemente im Wert von bis zu 650 Millionen US-Dollar abzunehmen“, allerdings unter der Voraussetzung, dass der Bedarf von BorgWarner durch Kundenaufträge steigt. Auch über die genaue Dauer der „mehrjährigen Vereinbarung“ gibt es keine Angaben.

„Siliziumkarbid-basierte Leistungselektronik spielt für unsere Kunden eine immer wichtigere Rolle, da unser Geschäft mit Elektrofahrzeugen weiter an Fahrt gewinnt“, sagte Frédéric Lissalde, Präsident und CEO von BorgWarner. „Wir glauben, dass diese Vereinbarung dazu beiträgt, dass BorgWarner eine zuverlässige Versorgung mit hochwertigen Siliziumkarbid-Bauelementen erhält, die für die Wachstumspläne des Unternehmens im Bereich Wechselrichter von großer Bedeutung sind.“

Erst letzte Woche gab es die Meldung, dass sich Jaguar durch eine Partnerschaft mit Wolfspeed Zugang zu Siliziumkarbid-Halbleitern für die Elektrifizierung der nächsten Generation von Range-Rover-, Discovery-, Defender- und Jaguar-Fahrzeugen sichert. Mit einer Absichtserklärung über die Lieferung von Siliziumkarbid-Halbleitern für Elektrofahrzeuge bereiten sich auch Infineon und Stellantis auf die steigende Nachfrage der Branche vor. Das Beschaffungsvolumen hat einen Wert von mehr als 1 Mrd. Euro. Während der Corona-Pandemie kam es vor allem in der Automobilindustrie zu einem Halbleitermangel, sodass teilweise die Bänder stillstehen mussten. Jetzt scheinen sich die Zulieferer besser aufstellen zu wollen.

BorgWarners "Charging Forward"-Strategie zielt auf einen Umsatz von 4,5 Milliarden Dollar mit Elektrofahrzeugen im Jahr 2025, verglichen mit weniger als 350 Millionen Dollar im Jahr 2021. Basierend auf neuen Geschäftsabschlüssen und Akquisitionen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals bekannt gegeben wurden, ist BorgWarner der Ansicht, dass das Unternehmen bereits auf dem besten Weg ist, bis 2025 einen Umsatz von etwa 4 Milliarden US-Dollar mit Elektrofahrzeugen zu erzielen.

Letzten Monat hat Wolfspeed auf dem Investorentag des Unternehmens eine mehrjährige Kapazitätserweiterung im Wert von 6,5 Milliarden Dollar angekündigt, die die Installation zusätzlicher Werkzeuge in der 200-mm-Fertigung des Unternehmens in Mohawk Valley und den Bau einer 445 Hektar großen Siliziumkarbid-Materialfabrik in North Carolina umfasst, die die bestehende Materialkapazität des Unternehmens um mehr als das Zehnfache erweitern wird. Die erste Bauphase soll bis Ende des GJ2024 abgeschlossen sein.

E-Mobility: Reichweite

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(Bild: Adobe Stock 204728350, Hüthig)

Wie lässt sich die Reichweite eines E-Autos erhöhen? Höherer Wirkungsgrad durch die richtigen Halbleiter, geringeres Gewicht durch Leichtbau und intelligente Fahrweise sorgen für mehr Reichweite. Welche Technologien dahinter stecken, erfahren Sie hier.

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